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Republik im nordwestlichen Südamerika, 272 045 km², 13,4 Mio. Einwohner, Hauptstadt Quito, Amtssprache Spanisch, Umgangssprache u. a. Ketschua.

Ecuador gliedert sich in Andenhochland (Sierra), Küstenebene (Costa) und oberes Amazonasbecken (Oriente). In der Sierra leben 60 % der zu 7 % weißen, sonst indianische oder Mischlings-Bevölkerung, die sich von Ackerbau und Viehzucht auf der nur zu 4,5 % nutzbaren Fläche ernährt. Die Ausbeutung von Bodenschätzen (Gold, Erdöl, Eisen, Kohle u. a.) dient v. a. Exportzwecken.

Im 15. Jh. dem Reich der Inkas angegliedert, wurde Ecuador 1531–33 von den Spaniern erobert. 1809 wurde die Unabhängigkeit von Spanien proklamiert. Zunächst gehörte Ecuador noch zu Groß-Kolumbien, löste sich aber 1830 als selbstständige Republik, die in der Folgezeit von politischen und sozialen Unruhen geprägt war. Daran änderten auch die zahlreichen Reformansätze v. a. unter Präsident J. M. Velasco Ibarra (1934/35, 1944–47, 1952–56, 1960/61, 1968–72) wenig, der immer wieder am Militär scheiterte. Destabilisierend wirkte sich v. a. auch die Niederlage im Krieg gegen Peru 1941/42 aus, die Ecuador um die Provinz Amazonien brachte (fast 40 % des Staatsgebiets). Nach diversen Militärregierungen führte die Verfassung von 1979 das Land zurück zur Demokratie. Immer wieder soziale Spannungen und Konflikte.